Laugen / Basen

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Natrium reagiert mit Wasser

Salze, die in Wasser alkalisch reagieren

Salze (2) - Salzbildungsarten

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Natron

am .

Natriumhydrogencarbonat, NaHCO3

Natron

Eigenschaften

Verwendungsmöglichkeit

Weißes Pulver.

 

Zersetzt sich bei 65°C in Natriumcarbonat (Soda), Kohlenstoffdioxid und Wasser:

2 NaHCO3 Na2CO3 + CO2 + H2O

Natron bildet beim Erhitzen mehr Kohlenstoffdioxid als Soda.

 

Verwendung als Backpulver (Backtriebmittel), oft in Mischung mit Dinatriumdiphosphat.

Verwendung als Feuerlöschpulver.

Reagiert mit Säuren unter Aufschäumen und Bildung von Kohlenstoffdioxid und Wasser:

NaHCO3 + HCl NaCl + CO2 + H2O

 

 

Deshalb wird Natriumhydrogencarbonat auch in Brausepulvern (Mischung von Natron mit einer festen Säure, meistens Zitronensäure) oder in Badetabletten verwendet

Natron löst sich in Wasser mit einer schwach alkalischen Reaktion. Eine vereinfachte Erklärung bietet folgende Reaktion:

2 NaHCO3 + H2O Na2CO3 + H2O + CO2

Das hierbei entstehende Natriumcarbonat (Soda) reagiert stärker alkalischer als Natriumhydrogencarbonat (Natron) nach folgender Reaktion:

Na2CO3 + H2O NaHCO3 + Na+ + OH-

Durch die Bildung von etwas Natronlauge wird die Lösung alkalischer.

 

 

 

In der Medizin wird Natron daher als so genanntes Bullrich-Salz gegen Magenübersäuerung verwendet (Neutralisationsreaktion). Bullrich-Salz erhält man in der Apotheke.

Auch die Verwendung für die Herstellung von Kernseife beruht auf diese alkalische Wirkung.

Natron reagiert mit Calcium-Ionen zu Calciumcarbonat:

Ca2+ + 2OH- + NaHCO3 CaCO3 + Na+ + OH- + H2O

 

 

 

Natron kann hartes Wasser weich machen.
Dabei werden Calcium-Ionen, die für die "Härte" des Wassers mitverantwortlich sind, als Carbonat ausgefällt. Das weiche Wasser kann durch Filtration oder durch Abgießen vom Bodensatz (Kalk) gereinigt werden.

 

 

 

Soda

am .

Natriumcarbonat, Na2CO3

 

Eigenschaften

Verwendungsmöglichkeit

Reines, wasserfreies Soda ist ein weißes Pulver.

 

Soda ist stark hygroskopisch. Das dabei aus der Luftfeuchtigkeit aufgenommene Wasser wird als Kristallwasser im Ionengitter eingelagert. Das wird dann in der Summenformel mit einem Multiplikationszeichen gekennzeichnet:

Na2SO3 · 10 H2O

Die Bildung von Kristallwasser ist keine chemische Reaktion!

An der Luft reagiert Natriumcarbonat Decahydrat weiter zu Natron.

 

Wasserfreies Soda wird als Trocknungsmittel für Räume verwendet.

Soda reagiert mit Säuren unter Aufschäumen und Bildung von Kohlenstoffdioxid und Wasser:

Na2CO3 + H2SO→ Na2SO4 + H2O + CO2   bzw.

Na2CO3 + 2 H+(aq) + SO42-(aq) → 2 Na+(aq)SO42-(aq) + H2O + CO2 

 

 

Soda löst sich in Wasser unter starker Wärmeentwicklung mit einer stark alkalischen Reaktion. 

Na2CO3 + H2O NaHCO3 + Na+ + OH-  /exotherm  bzw.

Na2CO3 + H2 2 Na+(aq) + HCO3- (aq) +  OH /exotherm

Durch die Bildung von Natronlauge wird die Lösung stark alkalisch. Daher reizt Soda Haut, Augen und Schleimhäute, die ja Wasser enthalten.

 

Die Verwendung für die Herstellung von Kernseife beruht auf diese alkalische Wirkung.

Früher war eine wässrige Soda-Lösung die wichtigste Lauge. Die Natronlauge hat sie heute abgelöst.

Soda reagiert mit Calcium-Ionen zu Calciumcarbonat:

Ca2+(aq)  + Na2CO3 Ca2+CO32- + 2 Na+(aq)   bzw.

Ca2+(aq) + 2 Na(aq)CO32-(aq)  Ca2+CO32- + 2 Na+(aq) 

 

 

Soda kann hartes Wasser weich machen.
Dabei werden Calcium-Ionen, die für die "Härte" des Wassers mitverantwortlich sind, als Carbonat ausgefällt. Das weiche Wasser kann durch Filtration oder durch Abgießen vom Bodensatz (Kalk) gereinigt werden.

 

Soda wird in der Glasindustrie verwendet. Es verhindert das Auskristallisieren der Glasschmelze.

Die glänzende Oberfläche beim Laugengebäck wird durch die Behandlung von Soda erreicht.

In der Zellstoff- und Papierindustrie.

 

 

Pottasche

am .

Kaliumcarbonat, K2CO3

Pottasche wird zur Herstellung von Schmierseife verwendet. Schon die Griechen und die Römer kochten ihre Wäsche mit Pottasche, die durch Auslaugen von Pflanzenasche mit kochendem Wasser und anschließendes Eindampfen in "Pötten" gewonnen wurde.

In Holzasche von Landpflanzen ist Kaliumcarbonat enthalten.

Kaliumcarbonat wird heute noch für die Glasherstellung (Kaligläser) benötigt.

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